Didi zieht um - 1. Teil

19. November 2006
Didi Hallervorden - Didi zieht um #1

Radio: Gut 10.000 Schaulustige haben sich hier vor dem Rathaus eingefunden, um die Ankunft von Scheuch Muhmat Rames Ales Schamal aus Kuwait mitzuerleben. Unruhe macht sich breit, da der erwartete Konvoi seit gut 15 Minuten überfällig ist. Hoffen wir, dass nichts schwerwiegendes passiert ist.

Polizist: Guten Tag, kann ich bitte mal Ihre Papiere sehen?

Didi: Ja, Moment, die hab ich gut verwahrt - sicher is sicher… oh… oh, äh tschuldigung…

Polizist: Nehmen Sie doch mal Ihren Ball hier weg… AAuuu.

Didi: Meine Bowlingkugel lässt sich eben nich von jedem treten, hähähäh… Hier, hier mein Geheimfach… hhmm, gut was?

Polizist: Sie werden noch von uns hören.

Didi: Aber ich bitt Sie, das is doch wirklich nicht nötig…

Didi: Sowas nennen die exquisite Wohnlage.

Didi: Haaa, is gerade da. So, vierter Stock.

Didi: Ach Gott, die Wohnungsschlüssel sind ja noch beim Hauswart… Aahh, is offen.

Putzfrau: Jaa?

Didi: ÖÖhh, ööhh, jetz wird´s aber langsam Zeit, nich?

Putzfrau: Wiiee?… Was machen Sie denn da?

Didi: Na für die Einweihungsparty. Ja nu machen se ma. Na los, los, los.

Putzfrau: Was, ne Einweihungsparty? Das ist aber eine Überraschung. Ein netter Hauswirt.

Klingel: Dingdong.

Didi: Oh.

Gerhard Wollner (Hauswirt): Bitte?

Didi: Guten Tag, ich bin der neue aus´m vierten Stock, ich wollt gern meine Schlüssel holen.

Gerhard Wollner: Personalausweis, Mietvertrag.

Didi: Ahja, hab ich noch draußen in der Uhr… Moment.

Gerhard Wollner: In der Uhr?

Didi: Oh, wo sind meine Sachen? Öh. Oh. Sperrmüllaktion. Äh-Hallo. Hähähaalloo, Mom-Moment, Sie ham da aus Versehen meine Sachen eingeladen… Hier, das gehört mir und die Korbstühle da. Sie müssen sich doch vorher ´n bisschen erkundigen. D-d-der Lampenschirm und der Teekessel. Und das Kissen noch. Ja, vielen Dank. Und äh, äh, äh hamse vielleicht ne Uhr gesehen? So eine mit Glockenspiel - dadidadidadidada… Ne?… Ah, die Uhr…

Sperrmüllsammler: Bitte?

Didi: Aäähh, die Uhr!

Spermüllsammler: Elf Uhr dreißig.

Didi: Bescheuert… Oh, da is sie ja… Äähh, meine Uhr… Hallo! Oh. Hier… ohohoh, lieber mitnehmen - sicher is sicher.

Fortsetzung folgt…

In der Bank

18. November 2006

Didi: Moin, moin, moin.

Kurt Schmidtchen: Morgen, morgen.

Didi: Ich wollt mich mal erkundigen, ob mein Geld noch da ist.

Kurt Schmidtchen: Der Herr beliebt zu scherzen.

Didi: Ich will mein Geld sehen.

Kurt Schmidtchen: Sie meinen Ihre Kontoauszüge.

Didi: Ich hab mich doch wohl deutlich ausgedrückt. Ich will mein Geld sehen, und zwar ein bisschen dalli, ja.

Kurt Schmidtchen: Und die Kontonummer?

Didi: Ne, nur das Geld.

Kurt Schmidtchen: Aber mein Herr, ich muss doch Ihre Kontonummer wissen.

Didi: Da ham Se vollkommen Recht, nu überlegen Se doch ma.

Kurt Schmidtchen: Also haben Sie nun ein Girokonto bei uns oder ein Sparbuch?

Didi: Ach wissen Se das etwa auch nicht?

Kurt Schmidtchen: Darf ich, darf ich, darf ich um Ihren Namen bitten?

Didi: Sagen Se schlicht Majestät zu mir.

Kurt Schmidtchen: Wie kommen Sie denn darauf?

Didi: Na steht doch im Prospekt von Ihrer Sparkasse: Der Kunde ist König.

Kurt Schmidtchen: Also schön, bitte, bitte. Wie hoch sind Ihre Einlagen?

Didi: Ich trage keine Einlagen.

Kurt Schmidtchen: Aber mein Herr, ich muss doch wissen wie viel Geld sich auf Ihrem Konto befindet.

Didi: Jetzt schlägt´s aber gleich dreizehn, aber genau das will ich ja von Ihnen wissen. Also, wo ist mein Geld, aber ein bisschen schnell. Sonst kriegen Se links und rechts, dass Se nicht mehr wissen, ob Se ein Männchen oder ein Weibchen sind, Sie alter Zwitter, Sie.

Kurt Schmidtchen: Bitte, mein Herr. Ihr Geld arbeitet.

Didi: Mein armes Geld! Wann hat, wann hat es denn Feierabend?

Kurt Schmidtchen: Sehn Sie mal, sehn Sie mal mein Herr, wir verleihen Ihr Geld.

Didi: Hlh, Sie machen was?

Kurt Schmidtchen: Verleihen Ihr Geld.

Didi: Ja sind Sie denn mit der Muffe gebufft? Sie sollen mein Geld aufbewahren. Was machen Se wenn´s Se´s nicht zurückbekommen. Was, was, was machen Se dann.

Kurt Schmidtchen: Bitte, bitte, bitte, bitte! Wir verleihen das Geld doch nur an seriöse Kunden.

Didi: Also auch an mich, oder?

Kurt Schmidtchen: Nein, aber natürlich. Ja, ja natürlich. Wenn Sie ein guter Kunde sind.

Didi: Na also, geben Se mal zehntausend Mark, aber auf die Schnelle.

Kurt Schmidtchen: Hä hä hä hä hä, mal sehen was man da machen kann. Hm hm, wie sieht es denn auf Ihrem Konto aus?

Didi: Wunderhübsch! Es wurde neulich erst gestrichen. Ja.

Kurt Schmidtchen: Hä hä hä hä hä, dann haben Sie, dann haben Sie also gar kein Konto bei uns?

Didi: Ham Sie denn eins hier?

Kurt Schmidtchen: Allerdings.

Didi: Na also, das reicht mir doch dicke, dann geben Se mal her.

Kurt Schmidtchen: Mein Herr, auf meinem Konto befindet sich mein Geld.

Didi: Egoist, was?

Kurt Schmidtchen: Was?

Didi: Und wo ist mein Geld?

Kurt Schmidtchen: Ihr Geld, Ihr Geld?

Didi: Die zehn- bis elftausend Mark müssen doch hier irgendwo rumliegen.

Kurt Schmidtchen: Also Moment mal, mein Herr, zu allererst müssen Sie mal hier ein Konto eröffnen.

Didi: Eröffnen?

Kurt Schmidtchen: Eröffnen!

Didi: Eröffnen, hä hä, verwechseln Se das nicht mit Schach oder so?

Kurt Schmidtchen: Nein!

Didi: Na gut, ich eröffne! Hö hö hö hö. Und nu sind nämlich Sie dran mit den elftausend.

Kurt Schmidchen: Moment mal, mein Herr, Moment mal, Sie brauchen hier ein Konto.

Didi: Ich brauche hier ein Konto.

Kurt Schmidtchen: Und wenn Sie hier ein Konto haben, dann können Sie Ihr Geld…..

Didi: Mein Geld, ich hab doch überhaupt kein Geld. Das versuch ich doch die ganze Zeit zu erklären. Da denkt man die Leute auf der Bank wären besonders schnell von kapee, aber Sie ham ja echt nen Blinddarm im Gehirn.

Kurt Schmidtchen: Was?

Didi: Also noch mal von vorn. Ich brauche Geld, zwölftausend Mark. Meine Kumpels ham gesagt: „Auf der Bank gibt´s Geld.“ Das heißt einer hat auch gesagt: „ Das Geld liegt auf der Straße.“ Da war ich natürlich zuerst, hab gesucht und gesucht, hab aber keine zwölftausend Mark gefunden, nur so einen popeligen Groschen, der reicht aber nicht denn ich brauche ja ….

Kurt Schmidtchen: Dreizehntausend Mark.

Didi: Jetzt ham Se´s kapiert. Wissen Se was, Sie werden bestimmt mal Chef hier, mein Kleiner.

Kurt Schmidtchen: Nein, nein, nein. Ich werd bestimmt mal wahnsinnig hier.

Didi: Das ist ihr Problem. Erst mal die zwanzigtausend.

Kurt Schmidtchen: Hach, hach.

Didi: Ja!

Kurt Schmidtchen: Ja!

Didi: Ja!

Kurt Schmidtchen: Ja, ich kann nicht mehr.

Didi: Dann geben Se mal her.

Kurt Schmidtchen: Sie ham´s geschafft, ich kann nicht mehr! Hier, bitte mein Herr, nehmen Sie , nehmen Sie.

Didi: Aber das ist ja mehr als ich wollte.

Kurt Schmidtchen: Nehmen Sie, aber verschonen Sie mich in Zukunft.

Didi: Ich wollte ja eigentlich nur fünfzigtausend.

Kurt Schmidtchen: Fünfzigtausend, hier bitte nehmen Sie das auch noch. Aber jetzt ist Schluss, das war alles was ich habe.

Didi: Das ist aber auch wieder ein bisschen gelogen.

Kurt Schmidtchen: Wieso?

Didi: Na, Sie ham doch noch was auf Ihrem Konto. Aber lassen Se mal, können Se ruhig behalten. Damit Se sehen, dass ich gar nicht so bin hab ich Ihnen auch was mit gebracht. Da!

Kurt Schmidtchen: Nen Revolver!

Didi: Na den brauch ich ja nun nicht mehr. Hä, ich hab zu meinen Kumpels gesagt: „ Mit Gewalt – ne man muss die Leute überzeugen! Hä hä hä hä hä!

In der Tierhandlung

17. November 2006

Kurt Schmidtchen: Fräulein Rattenschmidt, die Goldfische müssen frisch lackiert werden. Und dann, dann geben Se dem Papagei doch nicht immer so viel frisches Brot zu fressen. Der fällt uns beim Rülpsen noch mal von der Stange.

Didi: Tag, Tag, Tag, Tag, Tag!

Kurt Schmidtchen: Guten Tag! Bitte sehr mein Herr, was darf´s denn sein?

Didi: Ich hätte gerne ein Zirpelschwein.

Kurt Schmidtchen: Ein Zirpelschwein! Ein bitte was für ein?

Didi: Ein Zirpelschwein! Ein Zirpelschwein, ein ganz normales, ordinäres Zimmerzirpelschwein.

Kurt Schmidtchen: Natürlich, ja, ja, ham wir ja alles da. Könnten Sie mir das mal bitte buchstabieren?

Didi: Natürlich! Z wie Zirpel, I wie Irpel, R wie Rirpel, Zirpel, machen Se mal so.

Kurt Schmidtchen: Genügt! Seh ich ganz deutlich vor mir.

Didi: Freut mich für Sie.

Kurt Schmidtchen: Wie soll´s dann aussehen?

Didi: Na wie ein Zirpelschwein eben aussieht, hä! Das weiß wohl außer Ihnen wirklich jede Sau, wa.

Kurt Schmidtchen: Bitte, bitte, mein Herr.

Didi: Also nen Tier, nen Tier so mit Beinen, ja. So wie das Tier da..da..da oben.

Kurt Schmidtchen: Da? Das ist doch unser Wüstenbernhardiner.

Didi: Ach komisch, der hat aber auch Beine. Na gut, aber wenn Se sich von dem Wüstenberhardiner mal oben rum so alles wegdenken….

Kurt Schmidtchen: Ja ja ja ja!

Didi: Und nehmen nur die Beine….

Kurt Schmidtchen: Ja ja ja ja!

Didi: Genauso sieht ein Zirpelschwein aus. Nur natürlich ganz anders. Na wenn Se von dem, von dem Wüstenberhardiner die Beine auch noch wegdenken, ja, und nehmen statt dessen die Beine von dem Tier dahinten, ja….

Kurt Schmidtchen: Das ist doch, ist doch unsere Verkäuferin…

Didi: Ahhh…..Die ist aber auch ganz schön zirpelig.

Kurt Schmidtchen: Bitte, bitte!

Didi: Jedenfalls gehen beim beim Zirpelschwein die Beine genauso von oben nach unten, ja. Es sei denn natürlich wenn das Zirpelschwein sich so auf den Rücken legt, ja, um den Vollmond zu bewundern, ja, dann gehen die Beine natürlich von unten nach oben. Aber nee….ganz selten! Eigentlich nie! Weil die dumme Sau weiß doch überhaupt nicht was Vollmond ist, wa.

Kurt Schmidtchen: Natürlich nicht. So ein Zirpelschwein ist ja auch kein Mondkalb, nich.

Didi: Sie sagen es, weiße Taube.

Kurt Schmidtchen: Also, Ihr Zirpelschwein hat Beine.

Didi: Genau! Vier an der Zahl! Zwei links, zwei rechts, zwei fallen lassen!

Kurt Schmidtchen: Wie läuft es denn?

Didi: Pruhh, manchmal läuft es ein, wie eine zu heiß gewaschenen Unterhose.

Kurt Schmidtchen: Ach, und manchmal läuft es aus, wie eine umgekippte Bierflasche, was!

Didi: Genau, na Sie sind ja ein richtig kleiner Kenner! Doktor Sau, hä hähähähä!

Kurt Schmidtchen: Was?

Didi: Vor allen Dingen, läuft es immer nur vorwärts, so! So läuft es, ehl eh eh. Und immer nur vorwärts! Denn wenn es ja rückwärts liefe, dann hieß es ja Niewhcslepriz! Verstehn Se nicht?

Kurt Schmidtchen: Ne!

Didi: Zirpelschwein rückwärts: Neiwhcslepriz.

Kurt Schmidtchen: Ahh, verstehe! Ihr Zirpelschwein gehört also zur Gattung der Vorwärtsschweine.

Didi: Genau, ja. Und da hat zwei Höcker, ja. So wie das Tier dahinten, ja.

Kurt Schmidtchen: Ist doch schon wieder unsere Verkäuferin.

Didi: Ähh, na die hat aber Schwein!

Kurt Schmidtchen: Also!

Didi: Fräulein Doppelhöcker, was!

Kurt Schmidtchen: Welche Farbe hat es denn?

Didi: Farbe?

Kurt Schmidtchen: Ja!

Didi: Sie werden sich furchtbar wundern…..ja, auch!

Kurt Schmidtchen: Ach!

Didi: Ich persönlich würde mal so sagen, nachts ist das Zirpelschwein dunkler.

Kurt Schmidtchen: Natürlich, und wenn ne Lawine rauffällt, dann ist es weiß.

Didi: Schlagartig! Also wie es das macht?

Kurt Schmidtchen; Sagen Se mal, hat es denn eventuell auch einen Ringelschwanz?

Didi: Je….das könn Se aber gut! Das machen Se ma nur für mich.

Kurt Schmidtchen: Ja, bitte bitte, so, so.

Didi: Das ist ja ne Wendeltreppe, die quer liegt, Sie.

Kurt Schmidtchen: Wie groß ist denn Ihr Zirpelschwein?

Didi: Ja, das ist verschieden.

Kurt Schmidtchen: Natürlich! Je nachdem ob man das Fernglas so rum oder so rum hält.

Didi: Ne, ganz anders, hä. Ne, wenn Se das Zirpelschwein z.B. neben einen Elefanten stellen dann ist das Zirpelschwein eher etwas klein. Nu passen Se mal auf. Jetzt kommt die berühmte Dampfwalze…..

Kurt Schmidtchen: Ja?

Didi: Ratabum, ratabum, ratabum, ratabum, ja. Und walzt den Elefanten flach. Ja, so platt, hm, dann ist das Zirpelschwein plötzlich ziemlich groß, ja. Es sei denn Sie nehmen den platt gewalzten Elefanten und stellen den hochkant, da wird das Zirpelschwein wieder kleiner, hä. Es sei denn die Dampfwalze kommt überraschend noch mal zurück, versehn Se, und walzt Ihnen auch das Zirpelschwein platt. Sie nehmen jetzt das platt gewalzte Zirpelschwein und stellen das auch hochkant, der hochkante Elefant ist Ihnen aber inzwischen umgefallen, da wird das Zirpelschwein wieder größer. ….Na, die Relativitätstheorie!

Kurt Schmidtchen: Ahh ja, is ja klar!

Didi: Es sei denn, Sie nehmen jetzt die Dampfwalze und stellen die hochkant….

Kurt Schmidtchen: Na! Ahh nein, nein…..genügt, genügt! Spätestens jetzt muss ich Sie nämlich mit unserem Geschäftsgeheimnis vertraut machen.

Didi: Ich fühle mich geehrt.

Kurt Schmidtchen: Wir führen nämlich überhaupt keine Zirpelschweine. So!

Didi: Na vielleicht nicht im Stück.

Kurt Schmidtchen: Jaohh!

Didi: Aber Sie können mir vielleicht eins zusammenstellen. Die Beine von der Verkäuferin, die Brust von der Verkäuferin, Gesicht von Ihnen, wär ganz schön säuisch……hä.

Kurt Schmidtchen: Sagen Se mal, muss es denn unbedingt ein Zirpelschwein sein.

Didi: Müssen muss es natürlich nicht.

Kurt Schmidtchen: Na also!

Didi: Ho ho ho ho ho! Hä hä, Sie ham ja doch ein Schwein.

Kurt Schmidtchen:  Wo?

Didi: Sehn Se, dahinten, da guckt ja eins mit der Schnauze aus der Wand. Ah hmf.

Kurt Schmidtchen: Ist doch die Steckdose!

Didi: So. Und ich dachte schon wieder die Verkäuferin.

Kurt Schmidtchen: Also, also, also, jetzt erfüllen Sie mir mal ne heftige Bitte, ja. Jetzt vergessen Sie mal alles was bisher war, suchen Sie sich irgendein Tier aus, das Ihnen gefällt und und dann verschwinden Sie, aber sofort.

Didi: Irgendeins?

Kurt Schmidtchen: Irgendeins!

Didi: Das mir gefällt?

Kurt Schmidtchen: Ihnen gefällt!

Didi: Na schön, dann nehm ich einen Rampelprumpf mit Krokomatik!

Kurt Schmidtchen: Aaaaahhhhh!

Didi: Na also, da ist ja mein Zirpelschwein! Unterm Vollmond!

Häuptling Gamspichler

16. November 2006

Leider ist das Video-Material zum Thema Nonstop Nonsens auf Youtube schon mehr oder weniger erschöpft. Darum gibt´s jetzt erst mal nur die Textfassung, aber in Kürze wird das Video hier zu finden sein. Bis dahin gute Unterhaltung mit Häuptling Gamspichler.

Didi: Hm hm

Portier: Guten Tag, Herr Gamspichler.

Didi: Tach, tach, mein Freund.

Portier: Viel zu tun wieder?

Didi: Ja, ja, ne ganze Menge.

Fremder: Entschuldigung!

Didi: Hu, hu, hu, hu, hu, hu, hu!

Wirt: Tach!

Didi: Ein Bier und ein Korn, wie immer.

Wirt: Bitte Herr Gamspichler.

Didi: Ah!

Wirt: Na, wann geht´s denn los?

Didi: In einer halben Stunde. Noch mal das Gleiche!

Wirt: Gern, Herr Gamspichler……Ich habe Sie letzte Woche im Fernsehen gesehen. Als Zwerg Nase.

Didi: So, danke Arnold. Für Sie auch einen.

Wirt: Danke Herr Gamspichler. Sie machen wohl heute bei der neuen Produktion mit, wie?

Didi: Hm, ich gebe den „Sitting Bull“. Geben Sie mir noch einen, einen Doppelten, ja.

Wirt: Bitte Herr Gamspichler.

Didi: Und sorgen Sie dafür, dass ich in der nächsten halben Stunde nicht gestört werde. Hm, Hm, ich muss mich in meine Rolle vertiefen.

Wirt: Aber klar Herr Gamspichler.

Didi: Äh, weißes Mann kommen, rotes Mann zahlen. Was kosten Feuerwasser?

Wirt: Zweiundzwanzig fünfzig, Herr Gamspichler.

Didi: Ok, ok, weißes Mann nehmen Biberfell in Zahlung?

Wirt: Och nein, Herr Gamspichler, nicht schon wieder.

Didi: Ach, dann rotes Mann lassen anschreiben. Hä, hä, hä, hä!

Regisseur: He, Gamspichler, wo bleiben Sie denn? Menschenskind, Sie sind gleich dran.

Didi: Gleich, Sitting Bull nur kurz machen Pipi, dann sofort kommen und machen Kampf mit weißes Bleichgesicht.

Regisseur: Aber schnell, Gamspichler.

Didi: Uff, nun großes Häuptling sein bereit. Wo, wo sein Bleichgesicht? Komm heraus und kämpfen wie Mann!

Regisseur: Nein, heute kein Kampf, Gamspichler. Heute findet die große Verbrüderungsszene statt, am Lagerfeuer. Kommt, bringt Gamspichler mal die Friedenspfeife.

Didi: Ah, äh hä hä, wo sein Bleichgesicht? Komm, Donnerbüchse von großes Häuptling.

Regisseur: Ich habe von Verbrüderungsszene gesprochen. Oder haben etwa schon wieder was getrunken, Herr Gamspichler?

Didi: Ist nicht Schuld von Sitting Bull. Großes Häuptling haben großes Kummer. Weißes Mann kommen über großes Tal und nehmen rotes Mann Land weg. Gegeben großes Häuptling Feuerwasser, hä, hä,hä,hä.

Regisseur; Also, los Mann, nu hocken Sie sich ans Lagerfeuer, Mann.

Didi: Ok, hm, mmf, da lang, oder wo?

Regisseur: Natürlich!

Didi: Ach so.

Regisseur: Fertig machen! Aufnahme!

Klappe: Verbrüderung die Erste!

Cowboy: Großer Häupling Sitting Bull. Hier ist der Friedensvertrag vom großen, weißen Partner in Washington.

Didi: Ah ha, äh, ah, weißes Mann kommen aus China.

Regisseur: Halt, halt, aus, aus, aus, aus! Gamspichler! Sie dürfen den Vertrag doch nicht verkehrt halten. Also noch mal. Sie kriegen den Vertrag, nicken kurz und besiegeln die Sache mit einem Daumenabdruck. Also, das Ganze noch mal!

Cowboy: Häuptling Sitting Bull, das ist der Friedensvertrag vom großen weißen Vater in Washington. Du brauchst ihn nur noch zu unterzeichnen.

Didi: Sitting Bull unterzeichnet nix. Großes Häuptling schon besitzen großes Staubsauger.

Regisseur: Mensch Gamspichler, das ist kein Kaufvertrag, das ist der Friedenvertrag vom großen, weißen Vater in Washington.

Didi: Großes Häuptling besitzen keinen weißes Vater. Sitting Bull besitzen rotes Vater. Hä, hä, hä, Vater von Sitting Bull sein mutiges Jäger und tapferes Krieger. Sitting Bull bewundern beide.

Regisseur: Mensch Gamspichler, nu reißen Se sich mal zusammen. Herr…. Sie kriegen den Friedensvertrag von Heinrich. Sie drücken den Daumen drauf und dann sagen Sie: Häuptling Sitting Bull hat Vertrauen zum großen, weißen Vater in Washington. Kapiert! Also los, noch einmal. Hä!

Didi: Also, immer hier, hlh, hlh. Hlh, Hhl. Häuptling Gamspichler hat großes Vertrauen in weißes Großvater. Hä, Vater in …..

Regisseur: Dieser Idiot. Häuptling Gamspichler! Mensch Gamspichler!

Didi: Häuptling Sitting Gamspichler überrascht, rotes Mann heute viel zu blau. Hä, hä, hä.

Der schönste Mann in unsrer Mietskaserne

15. November 2006

Didi, der schönste Mann der Mietskaserne, bereitet sich bei seinem alltäglichen Schönheitsritual auf einen anstrengenden Tag mit seinen Nachbarinnen vor…

Didi Hallervorden - Der schönste Mann…

Ich bin der schönste Mann in unsrer Mietskaserne,
die Frau´n bewundern mich und jede hat mich gerne,
die Männer sehen mich alle neidisch an,
ich bin bei uns im Blocke der schönste Mann.

Morgens wenn ich aufsteh bin ich meistens schon allein,
erst spring ich in die Hosen, dann bei Frau Müller rein,
erstens weil sie Dusche hat, zweitens weil sich´s lohnt,
und drittens weil die arme Frau nicht gern alleine wohnt.
Dann schau ich bei der Rentnerin im dritten Stock vorbei,
dort wartet pünktlich um halb neun mein hartes Frühstücksei.

Ich bin der schönste Mann in unsrer Mietskaserne,
die Frau´n bewundern mich und jede hat mich gerne,
die Männer sehen mich alle neidisch an,
ich bin bei uns im Blocke der schönste Mann.

Ich hol mir bei Frau Krüger den Zucker für den Tee,
den Zucker krieg ich und noch mehr bevor ich wieder geh,
zum Kaffee gegen zehn besuche ich Frau Schmidt,
der bring ich dass es besser schmeckt Frau Krügers Zucker mit,
wenn ihr Mann uns dabei stört, dann rühre ich kein Glied,
und springe hintern Vorhang, damit er mich nicht sieht.

Ich bin der schönste Mann in unsrer Mietskaserne,
die Frau´n bewundern mich und jede hat mich gerne,
die Männer sehen mich alle neidisch an,
ich bin bei uns im Blocke der schönste Mann.

Bei Frau Schulz im Hochparterre sind die Kartoffeln gar,
zum Mittagessen um halb eins bin ich pünktlich da,
den Mittagsschlaf von zwei bis vier mach ich bei Frau Scholz,
sie hat nicht nur vor ihrer Tür n großen Stapel Holz,
da liege ich bis Fräulein Schröder Feierabend macht,
ich esse mit ihr Abendbrot und bleibe über Nacht.

Ich bin der schönste Mann in unsrer Mietskaserne,
die Frau´n bewundern mich und jede hat mich gerne,
die Männer sehen mich alle neidisch an,
ich bin bei uns im Blocke der schönste Mann.

Danke schön.